Im Kreistag unseres Landkreises
Emmendingen forderte die CDU laut Badischer Zeitung
vom 23.1.2012, dass "die Kreditaufnahme nicht
erhöht werden dürfe". Am nächsten Tag
konnte man dann lesen, dass laut dem Sprecher der FWV,
Fritz Schlotter aus Teningen, die
Mehreinnahmen im
laufenden Jahr "
vollständig
für die Schuldentilgung eingesetzt
werden" sollten.
Da reibt man sich die Augen.
Noch am vergangenen 14. Juli verkündete Schlotter
im Teninger Gemeinderat wegen der erfreulichen
Mehreinnahmen durch Nachzahlungen von Gewerbesteuer,
"die Gemeinde werde sich
Dinge leisten können, die der
Bürgermeister nicht im Rucksack habe"!
Ja, ja. Dinge leisten können!
Leistet sich jemand, wenn er Tausend Euro im Lotto
gewinnt und 10 Tausend Euro Schulden hat, ein neues
Auto, wenn's alte noch ganz gut ist? Schlotter denkt
gerne an seine Werbeblättchen vor der
Gemeinderatswahl. Da verkündet er dann wieder wie
immer: "Das haben wir (FWV) erreicht..." Dass alle
vernünftigen Beschlüsse des Gemeinderates
meist mit großer Mehrheit oder einstimmig quer
durch alle Fraktionen erfolgten, sagt er nicht. Und
dass alles, was die Gemeinde "erreicht" hat, nicht von
ihm, Schlotter, bezahlt wurde, sondern von uns
Steuerzahlern - unwichtig!
Die Teninger CDU gab zu Schlotters Spruch am 26.7.2011
in der BZ eine Stellungnahme ab: "
Jeder zusätzliche
Euro an Steuereinnahmen sollte sofort zur
Bank getragen werden,
damit Schulden und Zinszahlungen verringert
werden. Und gerade in "fetten Jahren" sollten
unbedingt
die
Rücklagen wieder aufgebaut werden".
Dagegen wetterte
Schlotter in der nächsten
Gemeinderatssitzung. Er diffamierte und beleidigte
sogar persönlich den Pressesprecher der CDU,
Dieter Arnold, als "kleinkarierten Berufspessimisten".
Muss man ein Pessimist sein, wenn man sagt, dass es
uns zwar gut geht, aber wir doch auch an die
nächsten Generationen denken sollen? Die
müssen unsere Schulden mal zurückzahlen.
Schlotter konnte halt wieder einmal keine Kritik
vertragen. Wer ihn nicht lobt, ist böse!
Aber Schwamm drüber!
Die CDU freut sich, dass jetzt auch Schlotter
einsieht, dass man nicht alle Einnahmen ausgeben
soll, wenn man Schulden hat und wenn man
auch in den nächsten Jahren noch
größere Investitionen vorhat. Denn
mittlerweile hat jeder in unserem Land ja gemerkt
(Euro- und Finanzkrise), wo es hinführt, wenn man
mehr ausgibt, als man hat. Über das
Schulden-machen freuen sich bekanntlich nur die
Banken. Auch wenn die Zinsen "niedrig" sind. (Die
Gemeinde Teningen hat im vergangenen Jahr 117 600 Euro
nur an Zinsen bezahlt, ohne die Tilgung!)
Die CDU hofft, dass
nun im Gemeinderat und in der Verwaltung in Harmonie
und vernünftigem Abwägen ALLE zum Wohl
unserer Gemeinde beitragen. Die Gemeinde steht auch
finanziell gut da. Wir nagen Gott sei Dank
"nicht am Hungertuch". Aber Augenmaß und
Verantwortung für die Generationen-gerechtigkeit
ist immer angebracht.
Darauf vertrauen wir.
Die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister
Hagenacker geht sicherlich diesen Weg. Der
Gemeinderat beschließt am 31. Januar 2012
den neuen Haushalt fürs laufende Jahr.